So wird dein Wagyu zum Highlight des Abends
Du hast dir ein schönes Stück Wagyu A5 bestellt. Jetzt willst du sichergehen, dass du es perfekt zubereitest – ohne Fehler, ohne Kompromisse. Diese Schritt-für-Schritt-Anleitung führt dich durch alles, was du wissen musst.
Was du brauchst
- 1 Wagyu-Steak, ca. 180–220 g (Ribeye, Striploin oder Tenderloin)
- Fleur de Sel oder gutes Meersalz
- Gusseiserne Pfanne oder schwere Stahlpfanne
- Fleischthermometer (optional, aber empfohlen)
- Kein Öl, keine Butter
Schritt 1: Vorbereitung (30–45 Minuten vorher)
Nimm das Wagyu aus dem Kühlschrank und lass es bei Zimmertemperatur ruhen. Nicht abdecken, nicht würzen. Einfach liegen lassen. Das Fleisch soll Zimmertemperatur annehmen, damit es später gleichmäßig gart.
Schritt 2: Pfanne aufheizen
Erhitze die gusseiserne Pfanne bei mittlerer bis mittlerer-hoher Hitze, ohne Fett. Warte 3–4 Minuten, bis die Pfanne gleichmäßig heiß ist. Teste die Hitze: Ein Wassertropfen sollte sofort verdampfen, aber nicht explosionsartig spritzen.
Schritt 3: Das Anbraten
Lege das Wagyu in die Pfanne – kein Öl, kein Fett. Das Wagyu-Fett beginnt sofort zu schmelzen und schützt das Fleisch. Brate jede Seite 1,5 bis 2 Minuten an. Nicht drücken, nicht bewegen. Einmal wenden, fertig.
Für die Ränder: Halte das Steak kurz auf den Rand gestellt, damit auch die Fettränder kurz Farbe bekommen – das dauert jeweils 30 Sekunden.
Schritt 4: Kerntemperatur prüfen
Wenn du ein Thermometer hast: Ziele auf 52–55 °C für medium-rare, 55–58 °C für medium. Bei Wagyu A5 empfehlen wir medium-rare – so bleibt das Fett perfekt schmelzend und der Geschmack am intensivsten.
Schritt 5: Ruhen lassen
Nimm das Steak aus der Pfanne und lass es 3–4 Minuten ruhen – auf einem Brett oder einem warmen Teller. In dieser Zeit verteilen sich die Fleischsäfte gleichmäßig im Steak. Nicht schneiden, nicht einwickeln, einfach ruhen lassen.
Schritt 6: Anrichten und würzen
Schneide das Steak quer zur Faser in 0,5–1 cm dicke Scheiben. Erst jetzt kommt das Salz – ein paar Flocken Fleur de Sel über die Scheiben. Optional: ein Hauch Wasabi, etwas Zitronenschale oder ein Tropfen guter Sojasoße.
Kein Pfeffer, keine Sauce, keine Kräuterbutter. Das Wagyu spricht für sich selbst.
Schritt 7: Genießen
Iss langsam. Kaue bewusst. Bemerke den Moment, wenn das Fett auf der Zunge schmilzt. Das ist der Grund, warum Menschen für Wagyu so viel bezahlen. Guten Appetit.