
Magst du dein Steak medium? Medium-well? Oder bist du Team well-done? Bei normalem Rindfleisch ist das eine persönliche Präferenz. Bei Wagyu A5 gibt es eine klare Antwort – und sie hat mit der besonderen Beschaffenheit des Fleisches zu tun.
Der entscheidende Faktor ist das intramuskuläre Fett. Dieses Fett schmilzt bei unter 25 °C – weit unter der Kerntemperatur, die bei einer höheren Garstufe erreicht wird. Das bedeutet: Je höher die Kerntemperatur, desto mehr Fett verlässt das Fleisch, desto trockener und weniger characteristic wird das Ergebnis.
Bei well-done (über 70 °C Kerntemperatur) hat Wagyu einen Großteil seines charakteristischen Fettes verloren. Was bleibt, ist ein zäheres, trockeneres Stück Fleisch – das zwar teuer war, aber nicht mehr die Qualität zeigt, für die man bezahlt hat.
Für Wagyu A5 ist medium-rare (54–57 °C) der Sweet Spot. Das Fett ist vollständig geschmolzen und gleichmäßig verteilt, die Textur ist cremig-zart, das Aroma entfaltet sich voll. Wer medium lieber mag – kein Problem. Aber higher als medium sollte das Wagyu nicht gehen.
Das einzige verlässliche Mittel für den perfekten Garpunkt ist ein Fleischthermometer. Bei einem 2 cm dicken Wagyu-Steak sind das je nach Pfannentemperatur nur Minuten bis zum optimalen Ergebnis. Ein Thermometer nimmt das Rätselraten weg – und schützt das Investitionsgut Wagyu vor Übergaren.